Loch hier, Loch da
Nach einer gemütlichen Nacht in der Argyll Lodge begannen wir eine mittlere Irrfahrt auf der Suche nach dem Internet. Die örtliche Bibliothek in Alexandria hatte zwar Internet, jedoch keine Möglichkeit einen eigenen Computer zu benutzen.
Balloch, der Nachbarort, hatte wohl mal ein Internetcafe, das war jedoch mittlerweile geschlossen, abgerissen oder gar vom Erdboden verschlungen - wir haben es nirgends gesehen.
Stattdessen haben wir die Bibliothek in Balloch aufgesucht, da uns gesteckt wurde, dass diese eventuell unsere Bedürfnisse befriedigen könnte.
Nachdem wir dort hin gefunden hatten, beglückte uns ein edler Spender (wir nennen ihn mal völlig grundlos „Mike”) mit Internet-Zugang via Wellenfunk (WLAN), noch bevor wir die Bibliothek überhaupt betreten hatten.
Sehr praktisch.
Ein Webseitenupdate und ein paar dringend nötige technische Änderungen an unserer mobilen IT-Hardware später, ging die Reise nun weiter in Richtung Glencoe & Dalness.
Da die Landschaft hier allerdings unterwegs so viele sehenswerte Klein- und Großode zu bieten hat, brauchten wir für diese eigentlich gar nicht so lange Strecke dank diverser Stopps, Foto-Sessions und einer kleinen Wanderung doch etwas länger als geplant.
Somit entfiel der Besuch des Glenfinnan Monument vorerst, da wir erst um ca. 17:30 in Glencoe aufbrachen und noch eine Schlafgelegenheit finden mussten.
Dazu fuhren wir weiter bis zum nächsten größeren Ort, Fort William.
Unsere Idee, direkt das erste B&B zu nehmen, das freie Zimmer hatte, war eine schlechte.
Der alte Kauz, der zwar freundlich, zahnlos und weniger wohlriechend war, verlangte vergleichsweise wenig für seine Gastfreundschaft, jedoch war das schnell durch das spartanische Zimmer und das ausschließlich kalte Frühstück erklärt.
Nachdem wir unsere Taschen auf's Zimmer gebracht hatten, fuhren wir noch in die Stadt um unsere Bäuche zu füllen.
Auf unserem Weg dort hin jedoch sahen wir, dass es diverse weitere B&Bs mit freien Zimmern gab, die deutlich einladender erschienen.
Vollgefressen mit indischen Leckereien entstand so der Beschluss, zu türmen und ein neues B&B aufzusuchen. Da unser freundlicher Kauz nicht zu Hause war und ein Blick in's Gästebuch („We enjoyed the Whiskey with you!”) unser Bild von der Gesamtsituation nicht verbesserte, stellten wir sicher, dass die Luft rein war, schnappten uns unsere Siebensachen und nahmen die Beine in die Hand.
Einmal die Straße rauf gefahren war schnell Ersatz gefunden - zwar für einen höheren Preis, dafür aber En-Suite, mit warmem Frühstück, Fernseher, fließendem Wasser, ab Mitternacht verschlossener Haustür und sauberen Betten.
Hier genossen wir den Rest des Abends, halb fernsehend (Eine Doku über „Prussian Blue”? Kennt den Scheiß wer?), halb programmierend (siehe rechts) zur Kulisse blökender
e.
P.S.: Unser Zelt ist jetzt wieder trocken.



