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***!
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Auld Ayr
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**

Fresh Ayr & The National Trust

Balloch (danke Mike!), Donnerstag, 19. 7.2007 - 12:23 GMT

Federkernbetten sind böse. Man will nach einer Nacht auf einer gar nicht aufstehen!
Irgendwie gelang uns dies jedoch noch rechtzeitig, um ein leckeres Full Scottish Breakfast zu genießen - ohne Black Pudding.
Unsere gestern unbeantwortete Frage nach einem Internet-Cafe wurde nun mehr oder weniger zufriedenstellend beantwortet:
„Ja, es gibt ein Internet-Cafe. Mein Sohn sagt, es ist im Ayr College.”

Voller Tatendrang stiefelten wir also quer durch die halbe Stadt um das College zu suchen, was sich als recht leicht herausstellte. Leider war die nette Dame an der Information total überfragt und konnte uns auch nach Rücksprache mit ihrer Kollegin nicht weiterhelfen. Es gäbe wohl in der ganzen (relativ großen) Stadt kein Internet-Cafe. Also zurück zum Auto und Internet auf andere Art und Weise beschaffen.

Von Ayr aus fuhren wir ein Stückchen nach Süden um Culzean Castle zu besuchen, von dessen Existenz wir beim Frühstück erfahren hatten, da am Nachbartisch lautstark davon erzählt worden war.
Einige Kurverei später erreichten wir selbiges und stellten erfreut fest, dass es sich um ein vom National Trust for Scottland gepflegtes Objekt handelte. Der National Trust ist eine Organisation, die sich um Bau- und Kulturdenkmale kümmert.
Eintritt für Schloss und Gärten: Ł 12. Einjährige Mitgliedschaft inclusive freiem Eintritt in alle Sehenswürdigkeiten: Ł 15. Wir ließen uns widerstandslos rekrutieren und können jetzt jede Menge Schlösser, Burgen, Gärten und Steinhaufen für Lau ansehen.

Das Castle selbst liegt direkt an der Küste, umgeben von einer Menge Landschaft, und ist sehr gut erhalten. Da könnte man direkt noch drin wohnen, nur die Touristen würden ein bisschen stöhren. Vielleicht gewinnen wir ja das Preisausschreiben und dürfen dann ein Wochenende im Eisenhower-Appartment wohnen, einem Stück Schloß das der Trust Ex-US-Präsident Eisenhower überlassen hatte und das jetzt wieder der Organisation zur Verfügung steht.

Auch die Gartenanlage wird gut gefplegt. Alles in allem eine nette Erfahrung, zumal das gute Wetter und die milden Temperaturen zum flanieren und chillen einluden.

Da man ja bekanntlich aufhören soll, wenn's am schönsten ist, fuhren wir weiter und landeten direkt in einem ziemlichen Regenguß. Der Aufenthalt in etwa 10cm auf der Autobahn stehendem Wasser wurde durch den Auffahrunfall weiter vorne noch versüßt, so dass wir viel Zeit hatten, uns die leider etwas zu übergewichtigen jungen Damen im Auto nebenan visuell zu Gemüte zu führen und kleinen Engländern die Evil Horns entgegenzustrecken, welche mit Begeisterung erwidert wurden.

Schliesslich war auch dieses Hindernis überwunden und die Fahrt ging weiter Richtung Glasgow. Unglücklicherweise waren dort diverse Autobahnausfahrten gesperrt, was uns zwang, direkt in der Innenstadt abzufahren. Ergo verbrachten wir etwas Zeit damit, aus dem Feierabendverkehr wieder heraus zu finden.

Eigentlich war unser Plan (nicht der für die Weltherrschaft, der ist noch nicht ganz fertig), in der Großstadt zu nächtigen. Er wurde allerdings von der Abwesenheit einer Übernachtungsmöglichkeit auf hinterlistigste Art und Weise durchkreuzt und wir entschieden, doch lieber weiter Richtung Norden zu fahren und fanden schließlich in Alexandria eine preisgünstige, zufriedenstellende Bleibe.

So blieb uns für den verregneten Abend nichts weiter übrig, als im örtlichen McDonald's einzukehren und für jeden deutschen Touristen den wir an diesem Tag getroffen hatten, einem Cheeseburger den Garaus zu machen. (Für die vier Schweizer gabs einen Salat.)

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