Das Brot ist tot
Montag früh fuhren wir, nachdem wir unser B&B verlassen hatten, in die Stadt, um im Internet-Cafe die Webseite zu updaten.
Von Weymouth aus traten wir nun also den Weg nach Norden an. Da es sich hier wieder um ein größeres Stückchen Weg handelte, gedachten wir eigentlich, Autobahnen zu benutzen...
Unser Navigationssystem hatte jedoch andere Pläne und schickte uns über diverse weniger als einspurige Straßen zu einer weiter im Norden gelegenen Autobahnauffahrt. War wahrscheinlich im Endeffekt kürzer, für uns hieß das vor allem jedoch viel Achterbahn fahren auf steilen, schmalen Straßen.
Wie Autobahnen so sind, ist unterwegs nicht viel passiert. Als Ziel für den Tag hatte ich Windermere ausgesucht, jedoch war unser auserkorener Campingplatz nur für Wohnmobile gedacht, so dass wir ein Stück zurück fahren mussten um unser Zelt aufzuschlagen.
Bevor wir dies taten, besorgten wir uns in einem teuren örtlichen Supermarkt Brot, Frischkäse, Pseudo-Butter, Pseudo-Nutella, Tomaten für Julien und Äpfel für mich.
Anschließend ging es zum Zeltplatz, wo wir bei den ersten Versuchen, unser Zelt aufzubauen, unverhofft Hilfe von einem schwer zu vestehenden Schweizer bekamen.
Dank dessen Hilfe war unser Zelt in der Rekordzeit von 21 Minuten errichtet.
Da es auf dem Campingplatz auch was zu essen gab, nahmen wir diese Gelegenheit wahr und hoben uns unsere eigenen Essensressourcen für später auf.
Nach dem Essen spielten wir noch eine Runde Pool mit nicht nummerierten Kugeln, bevor wir zum Sonnenuntergang einen kleinen Spaziergang durch die stark von Schafen dominierte Landschaft unternahmen.
Leider war es relativ bewölkt, so dass wir nicht all zu viel zu sehen bekamen.
Die Nacht war kühl und nass, da es irgendwann anfing zu regnen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass meine Iso-Matte kaputt ist, die bläst sich nicht mehr wirklich auf.
Dienstag standen wir deshalb mitten im Regen auf, um duschen zu gehen, was eher suboptimal war. Nachdem wir dies hinter uns gebracht hatten, aßen wir von unserem Brot und den restlichen Dingen, die wir eingekauft hatten. Dabei konnten wir durch das Fenster der kleinen Hütte, in der wir das taten, einen anderen Reisenden beim verzweifelten Versuch beobachten, sein Zelt im strömenden Regen aufzubauen.
Als er sich bei uns unterstellte, boten wir ihm eine Scheibe unseres köstlichen Brots an und verwickelten ihn in ein Gespräch. Er ist Londoner, war auf dem Weg zu einem Buddhisten-Festival (was auch immer das sein mag) und hat das letzte mal Computer programmiert, als man das noch in Maschinensprache tat.
Zu unserem Glück legte der Regen kurze Zeit später eine kleine Pause ein, die ziemlich genau ausreichte, um unser Zelt in Windes Eile abzureißen.
Es war zwar noch irgendwie klitschnass, aber eine bessere Idee kam uns gerade nicht.
Da das Gewitter in der Nacht das Computer-Equipment der Campingplatz-Verwaltung frittiert hatte, musste die arme Frau hinter'm Tresen alles per Hand ausrechnen.
Einige Pfund leichter setzten wir nun also unsere Reise fort, diesmal in Richtung Ayr und somit endlich auch nach Schottland.
Unterwegs sahen wir, noch im Lake District, einige sehr prächtige Seen und noch mehr
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Halt vor Ländergrenzen macht auch ALDI nicht, so dass wir in Dumfries ein wenig bei selbigem shoppen konnten.
Auf der Fahrt nach Ayr besetzten wir den erstbesten Parkplatz und führten uns den Rest des Brotes zu Gemüte.
So gestärkt blieb nur noch der restliche Weg nach Ayr übrig, den wir auch schnell zurücklegten. Ein B&B war schnell gefunden, so dass wir noch Zeit hatten, chinesisch zu speisen und Shrek 3 in einem Kino zu gucken, das kleiner als Klassenräume in deutschen Schulen war, bevor wir zu Bett gingen.



