Frikadellen in Not!
Beinahe wären wir ohne Frikadellen aufgebrochen!
Durch rasches Handeln im entscheidenden Moment konnte Juliens Mutter (gleichzeitig auch Herstellerin selbiger Frikadellen) diese grausige Ausgangssituation jedoch noch abwenden.
Die Nahrungsfrage nun geklärt brachen wir auf und wurden positiv überrascht vom Verkehrsaufkommen, wir hatten mit Schlimmerem gerechnet. Im Pott war eine Ausfahrt bei Dortmund gesperrt, so dass wir einen größeren Schlenker machen mussten um wieder auf unsere Route zu kommen.
Zäh fließenden Verkehr gab's nur in den Niederlanden 2x, direkt hinter einander:
Einmal, weil Bauarbeiter ein unbemanntes Fahrzeug als Absperrungsgrund für ausreichend hielten und das andere mal, weil die Bauarbeiter selbst rumsaßen und chillten. Mittagspause auf der Überholspur quasi.
Ab dann war der weitere Weg recht ereignislos (sogar das legendäre Antwerpener Autobahnchaos bezwangen wir im ersten Anlauf) bis auf mehrere Grenzüberquerungen, bis wir von der Hauptroute einen kleinen Abstecher zum Dunkerquer Fährenterminal machten.
Dort mussten wir erfahren, dass Samstag wohl entgegen allen Vermutungen eher ein schwacher Geschäftstag für Fährunternehmen ist, denn die Fähre die wir gerne gehabt hätten, fährt samstags nicht.
Dunkerque ist also doof.
Calais hingegen bestach wie eh und je durch einen kurzen Abfahrts-Takt und invers proportionale Preise.
Um 16:55 MESZ fuhr unsere Fähre von dannen und wir mit ihr - Die Insel ruft!
Unsere Fähre war relativ mickrig, keine DDR-Maschine, Außendeck nur hinten ein paar Quadratmeter, sonst nichts los.
Halb so schlimm, denn es dauerte nur bis um 17:25 BST (d.h. Deutschlandzeit -1 Stunde) und schon waren wir da.
Am Ziel waren wir jedoch noch nicht, schließlich wollten wir direkt bis nach Weymouth vorstoßen, denn Süd-England hatten wir auf früheren Fahrten bereits ausgiebig erkundet.
Englische Autobahnen sind ja bekantermaßen garnicht so verschieden von unseren eigenen. Sie sind nur ein bisschen falschrum, viel schlechter geteert und das Speedlimit nervt ein wenig. Zum unserem Glück gab es auch hier keine nennenswerten Zwischenfälle (bis auf den Wagen vor uns mit der im Wind wehenden Stoßstange...). Beim McDonald's, das wir bereits von unseren beiden Sprachreisen kennen, kehrten wir ein.
Gegen 22:15 erreichten wir dann endlich Weymouth. Logistischen Vorausplanungen sei Dank wartete dort auf uns bereits ein Zimmer in einem B&B.




